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Die aktuelle Print-Ausgabe:

170-171. Folge | Oktober 2011
Euro- oder Schuldenkrise? - Gemeingüter - Ressourcen- und Klimapolitik
Eckhard Behrens: Euro- oder Schulden- krise? - Eine Verbindung des Euro mit nationalen Regiogeldern überwindet Rezessionen
Ludwig Schuster & Margrit Kennedy:
Mit einer Komplementärwährung kann Griechenland abwerten und in der Euro-Zone bleiben
Christian Kreiss: Wege aus der Finanz-
und Wirtschaftskrise – Drei politische Weichenstellungen
Silke Helfrich: Commons/Gemeingüter - Ein Leitbild für das 21. Jahrhundert
Hans-Peter Aubauer: Eine wirtschaftlich und sozial verträgliche Ressourcenwende
Achim Lerch: CO2-Emissionshandel – effizient oder gerecht?
Fabian Thiel: Die Bodenpolitik Sun Yat-sens und ihre Auswirkungen auf das zeitgenössische Landmanagement in der VR China  
Renate Börger: „Small is beautiful“ –
Zum 100. Geburtstag von Ernst Friedrich Schumacher

REZENSIONEN:
Kenneth S. Rogoff & Carmen M. Reinhart
: Dieses Mal ist alles anders - Acht Jahrhunderte Finanzkrisen, München 2010. (Thomas Betz)
Raghuram Rajan: Fault Lines – How Hidden Fractures Still Threaten the World Economy, Princton NJ/USA 2010. (Dirk Ehnts)
Gustav A. Horn: Des Reichtums fette Beute - Wie die Ungleichheit unser Land ruiniert, Frankfurt/M. 2011. (Christian Kreiss)
Norbert Blüm: Ehrliche Arbeit - Ein Angriff auf den Finanzkapitalismus und seine Raffgier, Gütersloh: 2011. (Jörg Gude)
Erik Orsenna: Die Zukunft des Wassers - Eine Reise um unsere Welt, München 2010. (Jörg Gude)
Elinor Ostrom: Was mehr wird, wenn wir teilen - Vom gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter; herausgegeben, bearbeitet und übersetzt von Silke Helfrich; München 2011. (Fabian Thiel)
Tim Jackson: Wohlstand ohne Wachstum – Leben und Wirtschaften in einer endlichen Welt, München 2011. (Niko Paech)
Birger P. Priddat: Kleingeld - Die verborgene Seite des Geldes, Berlin 2011. (Hugo Godschalk)
Christa Müller (Hrsg.): Urban Gardening – Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt, München 2011. (Werner Onken)
Marcel Hänggi: Ausgepowert – Das Ende des Ölzeitalters als Chance; hrsg. von der Schweizerischen Energie-Stiftung; Zürich 2011. (Andreas Röhrbein) und andere kleine Beiträge

Die Zeitschrift für Sozialökonomie ...

... wurde 1964 von einem Kreis von Kritikern der neoklassischen Standardökonomie gegründet, die frühzeitig erkannten, dass das westdeutsche ‚Wirtschaftswunder’ nicht von Dauer sein würde. Im Gegensatz zum neoklassischen Axiom, wonach das Geld neutral sei, sahen sie gerade in der Nicht-Neutralität des Geldes die wesentliche Ursache für die ungerechte Verteilung der Einkommen und Vermögen sowie für die Vermachtung und Krisenanfälligkeit kapitalistischer Marktwirtschaften.
   Statt die Funktionsmängel des Geldes im Sinne eines keynesianischen deficit spending kompensieren zu wollen oder sie nach Art der monetaristischen Geldmengensteuerung weiterhin zu ignorieren, hat es sich die Zeitschrift für Sozialökonomie seitdem zur Aufgabe gemacht, den alternativökonomischen Gedanken einer Neutralisierung des Geldes wissenschaftlich zu begründen und damit zur Entwicklung von Grundlagen einer nicht nur freiheitlichen und effizienten, sondern auch gerechten und friedlichen Wirtschaft beizutragen. Zu diesen Grundlagen gehört auch die Überzeugung, dass der Boden und die übrigen natürlichen Ressourcen Gemeinschaftsgüter der Menschheit sind und dass bei aller Freiheitlichkeit und Effizienz der Nutzung allen Menschen ein Grundrecht auf eine gleiche Teilhabe an diesen natürlichen Lebensgrundlagen zugestanden werden muss.
   Die Zeitschrift für Sozialökonomie versteht sich als ein offenes Forum für die Suche nach den ordnungspolitischen Grundlagen einer „Marktwirtschaft ohne Kapitalismus“, in der die Konjunktur stabilisiert, Vollbeschäftigung erreicht, arbeitsloses Einkommen durch Überwindung der Kapitalknappheit und damit des Zinses beseitigt und der Wettbewerb von mono- und oligopolistischen Vermachtungen befreit wird. Nach dem Niedergang des kommunistischen Sowjetimperiums und dem vorläufigen Sieg des westlichen Kapitalismus im Wettkampf der Systeme wird es angesichts der unübersehbaren Schattenseiten der ‚neoliberalen’ Epoche einer ungeordneten Privatisierung und der ebenso unübersehbaren ökologischen Grenzen der Wirtschaftsentwicklung immer dringender, Alternativen zum ökonomischen Mainstream zu suchen und hierüber einen Dialog mit anderen KritikerInnen des Mainstreams zu pflegen.

Herausgegeben wird die Zeitschrift für Sozialökonomie von der Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung in Zusammenarbeit mit der Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft 1950 e.V.
Redakteur ist Dipl.-Ökonom Werner Onken. Zu den MitarbeiterInnen gehören Ass.jur. Fritz Andres, Dipl.-Kfm. Ralf Becker, Dipl.-Kfm. Thomas Betz, Helmut Creutz, Dr. Norman Ehrentreich, Dr. Dieter Fauth, Prof. Dr. Arno Gahrmann, Prof. Dr. Roland Geitmann, Dr. Hugo Godschalk, Dipl.-Vw. Ass.jur. Jörg Gude, Dr. Eva-Maria Hubert, Dr. Christof Karner, Prof. Dr. Margrit Kennedy, Mag. Soz.-wiss. Tilo König, Dr. Christoph Körner, Prof. Dr. Dirk Löhr, Dr. Christopher Mensching, Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen, Dipl.-Soz.-wiss. Claude Million, Prof. Günther Moewes, Dr. Robert Musil, Dr. habil. Niko Paech, Mag. Alexander Preisinger, Dipl.-Vw. Andreas Rams, Prof. Dr. Bernd Senf, Prof. Dr. Gerhard Senft, Dipl.-Math. Alwine Schreiber-Martens, Dr. Fabian Thiel.

Unsere Grundsätze

Gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Erkenntnisgewinn wird bislang noch vielfach durch mächtige Gruppeninteressen und in zunehmendem Maße auch durch rechts- und linksextremistische Ideologien fehlgeleitet. Im Gegensatz dazu haben sich die MitarbeiterInnen der Zeitschrift für Sozialökonomie das Ziel gesetzt, ordnungspolitische Grundlagen für eine sozial- und umweltverträgliche Marktwirtschaft sowie für eine freiheitliche Demokratie zu erarbeiten. Sie bekennt sich zu den Grundsätzen:

-  der Respektierung der gleichen Würde und Rechte aller Menschen   unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe und Religion,
-  der Freiheit und sozialen Gerechtigkeit im Rahmen der Verantwortung   eines jeden Menschen für sich und die Allgemeinheit,
-  des Eigentums an selbst erarbeiteten Gütern,
-  einer freien, weder durch Monopole und Machtinteressen noch durch     protektionistische Schranken verfälschten Marktwirtschaft,
-  der Achtung vor der natürlichen Mitwelt,
-  der Verständigung zwischen Menschen und Völkern in einer weltoffenen Zivilgesellschaft,
-  des Strebens nach innerem und äußerem Frieden.

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