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Die aktuelle Print- & Online-Ausgabe

164-165. Folge | April 2010

Elmar Altvater: Die Finanzkrise ist eine Systemkrise des Kapitalismus
Norbert Olah, Thomas Huth & Dirk Löhr:
Geldpolitik mit optimaler Zinsstruktur
Ferdinand Wenzlaff: Vorschlag für ein Paradigma einer Kreditgeldwirtschaft und neuen Kredit- und Geldpolitik
Helmut Creutz: Negativzinsen erfordern eine Geldumlaufsicherung
Thomas Betz: Keynes’ Bancor-Plan reloaded
Fabian Thiel: Land, Energie und Klima – Geosphären als Gemeinschaftsgüter im Sinne von Elinor Ostrom und Peter Barnes?
Fritz Andres: Nach der Klimakonferenz von Kopenhagen

REZENSIONEN:

Benoît B. Mandelbrot & Richard L. Hudson:
Fraktale und Finanzen - Märkte zwischen Risiko, Rendite und Ruin. München und Zürich 2007. (Eva-Maria Hubert)
Dirk Müller: Crashkurs - Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance? Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen. München 2009. (Thomas Betz)
Edgar Most: 50 Jahre im Auftrag des Kapitals - Gibt es einen Dritten Weg? Berlin 2009. (Thomas Betz)
Hans Christoph Binswanger: Vorwärts zur Mäßigung - Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft. Hamburg 2009. (Niko Paech)
Johannes Hoffmann & Gerhard Scherhorn (Hrsg.): Eine Politik für Nachhaltigkeit - Neuordnung der Kapital- und Gütermärkte (Reihe „Geld und Nachhaltigkeit“ Band 2). Erkelenz 2009. (Dirk Ehnts)
Olaf Storbeck: Die Jahrhundertkrise - Über Finanzmarktalchemisten, das Versagen der Notenbanken und John Maynard Keynes. Stuttgart 2009. (Jörg Gude)
Joachim Bischoff: Jahrhundertkrise des Kapitalismus - Abstieg in die Depression oder Übergang in eine andere Ökonomie? Hamburg 2009. (Alwine Schreiber-Martens)
Pierre Joseph Proudhon: Handbuch des Börsenspekulanten (hrsg. von Gerhard Senft). Münster 2009. (Ferdinand Wenzlaff)
Hans-Peter Gensichen: Armut wird uns retten - Geteilter Wohlstand in einer Gesellschaft des Weniger. Oberursel 2009. (Roland Geitmann)
Hans-Peter Dürr: Warum es ums Ganze geht – Neues Denken für eine Welt im Umbruch. München 2009. (Werner Onken)

Vorschau
Doppelfolge 166-167 | Ende Oktober 2010:
Mit Wachstum aus der Finanzkrise in eine weitere Umweltzerstörung?
(vorläufiger Arbeitstitel)

Die Zeitschrift für Sozialökonomie ...

... wurde 1964 von einem Kreis von Kritikern der neoklassischen Standardökonomie gegründet, die frühzeitig erkannten, dass das westdeutsche ‚Wirtschaftswunder’ nicht von Dauer sein würde. Im Gegensatz zum neoklassischen Axiom, wonach das Geld neutral sei, sahen sie gerade in der Nicht-Neutralität des Geldes die wesentliche Ursache für die ungerechte Verteilung der Einkommen und Vermögen sowie für die Vermachtung und Krisenanfälligkeit kapitalistischer Marktwirtschaften.
   Statt die Funktionsmängel des Geldes im Sinne eines keynesianischen deficit spending kompensieren zu wollen oder sie nach Art der monetaristischen Geldmengensteuerung weiterhin zu ignorieren, hat es sich die Zeitschrift für Sozialökonomie seitdem zur Aufgabe gemacht, den alternativökonomischen Gedanken einer Neutralisierung des Geldes wissenschaftlich zu begründen und damit zur Entwicklung von Grundlagen einer nicht nur freiheitlichen und effizienten, sondern auch gerechten und friedlichen Wirtschaft beizutragen. Zu diesen Grundlagen gehört auch die Überzeugung, dass der Boden und die übrigen natürlichen Ressourcen Gemeinschaftsgüter der Menschheit sind und dass bei aller Freiheitlichkeit und Effizienz der Nutzung allen Menschen ein Grundrecht auf eine gleiche Teilhabe an diesen natürlichen Lebensgrundlagen zugestanden werden muss.
   Die Zeitschrift für Sozialökonomie versteht sich als ein offenes Forum für die Suche nach den ordnungspolitischen Grundlagen einer „Marktwirtschaft ohne Kapitalismus“, in der die Konjunktur stabilisiert, Vollbeschäftigung erreicht, arbeitsloses Einkommen durch Überwindung der Kapitalknappheit und damit des Zinses beseitigt und der Wettbewerb von mono- und oligopolistischen Vermachtungen befreit wird. Nach dem Niedergang des kommunistischen Sowjetimperiums und dem vorläufigen Sieg des westlichen Kapitalismus im Wettkampf der Systeme wird es angesichts der unübersehbaren Schattenseiten der ‚neoliberalen’ Epoche einer ungeordneten Privatisierung und der ebenso unübersehbaren ökologischen Grenzen der Wirtschaftsentwicklung immer dringender, Alternativen zum ökonomischen Mainstream zu suchen und hierüber einen Dialog mit anderen KritikerInnen des Mainstreams zu pflegen.

Herausgegeben wird die Zeitschrift für Sozialökonomie von der Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung in Zusammenarbeit mit der Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft 1950 e.V.
Redakteur ist Dipl.-Ökonom Werner Onken. Zu den MitarbeiterInnen gehören Ass.jur. Fritz Andres, Dipl.-Kfm. Ralf Becker, Dipl.-Kfm. Thomas Betz, Helmut Creutz, Dr. Norman Ehrentreich, Dr. Dieter Fauth, Prof. Dr. Arno Gahrmann, Prof. Dr. Roland Geitmann, Dr. Hugo Godschalk, Dipl.-Vw. Ass.jur. Jörg Gude, Dr. Eva-Maria Hubert, Dr. Christof Karner, Prof. Dr. Margrit Kennedy, Mag. Soz.-wiss. Tilo König, Dr. Christoph Körner, Prof. Dr. Dirk Löhr, Dr. Christopher Mensching, Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen, Dipl.-Soz.-wiss. Claude Million, Prof. Günther Moewes, Dr. Robert Musil, Dr. habil. Niko Paech, Mag. Alexander Preisinger, Dipl.-Vw. Andreas Rams, Prof. Dr. Bernd Senf, Prof. Dr. Gerhard Senft, Dipl.-Math. Alwine Schreiber-Martens, Dr. Fabian Thiel.

Unsere Grundsätze

Gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Erkenntnisgewinn wird bislang noch vielfach durch mächtige Gruppeninteressen und in zunehmendem Maße auch durch rechts- und linksextremistische Ideologien fehlgeleitet. Im Gegensatz dazu haben sich die MitarbeiterInnen der Zeitschrift für Sozialökonomie das Ziel gesetzt, ordnungspolitische Grundlagen für eine sozial- und umweltverträgliche Marktwirtschaft sowie für eine freiheitliche Demokratie zu erarbeiten. Sie bekennt sich zu den Grundsätzen:

-  der Respektierung der gleichen Würde und Rechte aller Menschen   unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe und Religion,
-  der Freiheit und sozialen Gerechtigkeit im Rahmen der Verantwortung   eines jeden Menschen für sich und die Allgemeinheit,
-  des Eigentums an selbst erarbeiteten Gütern,
-  einer freien, weder durch Monopole und Machtinteressen noch durch     protektionistische Schranken verfälschten Marktwirtschaft,
-  der Achtung vor der natürlichen Mitwelt,
-  der Verständigung zwischen Menschen und Völkern in einer weltoffenen Zivilgesellschaft,
-  des Strebens nach innerem und äußerem Frieden.

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